Foto: earthobservatory.nasa.gov

NASA-Bilder belegen: Türkei erlebt extremste Dürre seit 15 Jahren

20.1.2021 12:38 Uhr

Wie NASA-Bilder belegen, hat die Türkei in weiten Teilen des Landes mit einer extremen Dürre zu kämpfen. Zahlreiche Stauseen rund um die Bosporusmetropole Istanbul – mit rund 15 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes - haben die niedrigsten Wasserstände seit 15 Jahren erreicht. Die landwirtschaftliche Produktion ist stark gefährdet, wenn die Bedingungen anhalten. Das berichtet das Portal "earthobservatory" und veröffentlicht dazu eine Grafik, in der die starke Trockenheit deutlich zu erkennen ist.

Die jetzigen alarmierenden Zustände sind auch die Folge von mehreren Jahren mit geringen Niederschlägen in der Türkei. Im Jahr 2019 gab es in den Sommer- und Herbstmonaten kaum Regen. Dann war 2020 das trockenste der letzten fünf Jahre, mit auffallend wenig Nass von oben in der zweiten Jahreshälfte. Seit Juli 2020 fielen in fast allen Provinzen der Türkei fast jeden Monat unterdurchschnittliche Niederschläge. Von Oktober bis Dezember war der Niederschlag landesweit 48 Prozent niedriger als der Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Das Problem daran: Auch der Grundwasserspiegel, lebenswichtig für Menschen, Tiere und Pflanzen, senkt sich immer weiter ab.

Wasservorräte in wenigen Monaten erschöpft?

Aufgrund des fehlenden Regens und des hohen Wasserbedarfs könnten die Wasservorräte in Istanbul in wenigen Monaten erschöpft sein, wenn die derzeitigen Bedingungen anhalten. Mit Stand vom 13. Januar 2021 lagen die Speicherstände von mindestens sieben Reservoirs rund um Istanbul bei knapp unter 25 Prozent.

Screenshot Twitter

Es sind dringend längere, anhaltende Niederschläge nötig, um den Wasserstand wieder auf ein komfortables Niveau anzuheben. Eine positive Nachricht gibt es in dem Zusammenhang: Für die zweite Januarhälfte und die erste Februar-Woche ist deutlich mehr Regen vorhergesagt.

(mb)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.