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Nächste Klatsche für Weltranglistenersten Djokovic

27.3.2019 12:23 Uhr

Irgendwie ist der Wurm drin beim Tennis-Weltranglistenersten. Erst das frühe Aus beim Indian Wells, und jetzt scheiterte Novak Djokovic auch noch in Florida im Achtelfinale. Jetzt will das Tennis-Ass sein künftiges Programm auf der ATP-Tour grundlegend überdenken.

Jahrelang hatte der Serbe die Turniere in Indian Wells und Florida dominiert und sowohl 2011 als auch 2014 bis 2016 jeweils doppelte Turniersiege in den USA gelandet. Aber seit dem Vorjahr schwächelt der Serbe nun bei seinen bisherigen Lieblings-Masters: Am Mittwoch schied der 31-Jährige im Hard Rock Stadium von Miami mit 6:1, 5:7, 3:6 gegen den Spanier Roberto Bautista Agut im Achtelfinale aus.

Neue Taktik im nächsten Jahr

Vor knapp zwei Wochen war er in Indian Wells überraschend früh am Augsburger Philipp Kohlschreiber gescheitert. Im zurückliegenden Jahr war die Nummer 1 der Tennis-Rangliste bei beiden US-Turnieren aber sogar schon in der Eröffnungsrunde ausgeschieden. "Es ist nicht das erste Mal, dass ich in beiden Turnieren früh verliere. Das ist mir auch in den letzten Jahren passiert. Ich muss also unbedingt überdenken, wie ich mich nächstes Jahr auf Indian Wells und Miami vorbereite", schlussfolgerte Djokovic, der vor Indian Wells seit dem Erfolg bei den Australian Open im Januar nicht mehr gespielt hatte.

"Noch etwas eingerostet"

Den Grund für seine Unkonzentriertheiten im Duell mit dem Spanier hatte Djokovic schnell ausgemacht: "Ich hatte einfach zu viele Dinge außerhalb des Platzes im Kopf. Ich schätze, das hat mich ein bisschen beeinflusst. Ich fühlte mich auch gesundheitlich nicht gerade bestens. Ich bin noch etwas eingerostet. Aber hey, so ist das das Leben", sagte Djokovic, der bis Ende 2016 von Boris Becker betreut worden war. Aber der Serbe reagierte auch etwas säuerlich: "Ich habe den Rhythmus im zweiten Satz verloren. Diese Art von Spielen sollte ich nicht verlieren. Ich hatte so viele Chancen, so viele verschwendete Möglichkeiten", beklagte Djokovic.

Fokus auf Sandplatz-Veranstaltungen

Der 15-malige Sieger bei Grand-Slam-Turnieren konzentriert sich nun auf die europäischen Sandplatz-Veranstaltungen. Dort möchte er mit bisher 32 Erfolgen nun den Rekord des Spaniers Rafael Nadal bei den Masters-1000-Siegen (33) brechen. Nach seinen Erfolgen in New York (2018) und in Melbourne bei den Australian Open will er versuchen, mit Erfolgen in Wimbledon und Paris zum zweiten Mal in seiner Karriere nach 2015/16 den Grand Slam mit vier aufeinanderfolgenden Erfolgen zu schaffen. "Ich muss dazu definitiv besser spielen als bei diesen Turnieren", sagte er.

(be/dpa)

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