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Nachfrage nach Lieferservice boomt in Istanbul

8.4.2020 12:51 Uhr

Geschäfte in Istanbul, die noch geöffnet sind und wichtige Waren in Istanbul liefern, haben massive Probleme, die steigende Nachfrage mit ihren von Zustellern zu befriedigen. Dabei sind die Unternehmen in der Metropole am Bosporus eigentlich herausragend gut aufgestellt, was den Lieferservice angeht. Heerscharen von Lieferfahrerinnen und Lieferfahrern stehen in der Mega-Metropole in Lohn und Brot.

Nachdem die Regierung der Bevölkerung strenge Regeln auferlegt hatte, darunter teilweise Ausgangssperren für bestimmte Altersgruppen, die Schließung von Schulen und Einschränkungen der Mobilität in der Stadt, in der fast 16 Millionen Menschen leben und einige Mitarbeiter von zu Hause aus zu arbeiten begannen, wuchs die Nachfrage nach Lieferservices. Immer mehr Menschen in der Mega-Metropole geben Bestellungen bei Online-Händlern oder deren lokalen Märkten und Lebensmittelgeschäften auf. Auch Restaurants sind geschlossen, aber sie dürfen ihre Gerichte weiterhin nach Hause liefern. Das bedeutet viel Arbeit für Lieferfirmen oder individuell arbeitende Zusteller.

Eine Reihe von Restaurants schalten händeringend Anzeigen, um einen Lieferbotinnen und Lieferboten einzustellen, um mit der großen Nachfrage Schritt zu halten. "Dieses Geschäft boomt, wir führen jeden Tag viele Bestellungen durch und sind regelrecht erschöpft“, sagt ein Lieferbote. Der Silberstreifen für Zusteller ist jedoch, dass sie sich in der Stadt, die für ihren berüchtigten Stau bekannt ist, viel einfacher und schneller bewegen können als vorher, da die Straßen jetzt corona-bedingt fast leer sind.

Istanbul eine verkehrslose Oase für Zustellerinnen und Zusteller

"Ich mache diesen Job jetzt seit acht Jahren. Ich hatte viele Unfälle bei der Lieferung von Bestellungen. Autofahrer kümmern sich nicht um uns Zusteller", sagte Ismail Himmet, ein 30-jähriger Kurier. "Die Menschen haben sich jetzt in ihre Häuser zurückgezogen. Der Verkehr in der Stadt ist einfach genial. Wir reisen herum, ohne ernsthafte Risiken einzugehen", fügte Himmet hinzu. Er betonte jedoch, dass sich das Verhalten der Kunden gegenüber ihnen im Zuge des Ausbruchs des Coronavirus geändert habe.

"Die Menschen wollen, dass wir die Taschen an Türgriffe hängen. Manchmal sehen wir den Kunden nicht einmal. Davon abgesehen sind aber die verkehrstechnischen Voraussetzungen für uns grandios", sagte Himmet. Ein Restaurantbesitzer bestätigt, dass Restaurants jetzt mehr Personal benötigen, um Bestellungen zu liefern. "Die Menschen bleiben in ihren Häusern. Wir erhalten Bestellungen über Smartphone-Apps. Das Geschäftsvolumen ist im Vergleich zu den Vormonaten geringer, aber wir bleiben geschäftlich im Rennen. Wir suchen derzeit nach zusätzlichen Zustellerinnen und Zustellern", sagte Ahmet Tekin, der ein Restaurant in Taksim im Herzen von Istanbul betreibt.

(ce)

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