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Nachfrage nach Hefeprodukten in der Türkei steigt

10.4.2020 20:17 Uhr

Da viele Menschen in der Türkei seit dem Ausbruch des Coronavirus von Ausgangsbeschränkungen betroffen sind, steigt die Nachfrage nach Hefe. Brot gehört zu den türkischen Speisen als fester Bestandteil hinzu. Und wer nicht zum Bäcker gehen darf, der backt sein Brot eben selbst. Da sich viele Menschen zu Hause dem Backen von Brot zuwenden, ist es in Istanbul schwierig geworden, Hefeprodukte in den Regalen zu finden.

"Glücklicherweise hatten die Bäckereien kein Problem damit, Hefe zu finden", sagte Halil Ibrahim Balci, Leiter der Bäckerei-Vereinigung aus der Türkei. "Ich hoffe, dass es in den Supermarktregalen nicht bald ein Problem der Hefeknappheit geben wird", fügte er hinzu und erinnerte daran, dass in letzter Zeit Zölle auf Melasse, eine in Hefe enthaltene Substanz, die sich ebenso in Brau-, Destillations-, Konserven- und Süßwarenprodukten findet, angehoben wurden.

Hohe Nachfrage wird auch im April bestehen

Während die Nachfrage nach Hefeprodukten aus Haushalten steigt, sind die Verkäufe an die Bäckereien zurückgegangen, sagte Ünsal Yamaner, Geschäftsführer des industriellen Hefeproduzenten Lesaffre. "Die Nachfrage von Einzelhandelskunden hat sich im März gegenüber Februar versechsfacht. Wir können im April einen ähnlichen Trend erwarten", sagte er.

Das Unternehmen habe neue Produktvarianten und Verpackungsgrößen entwickelt, fügte er hinzu. Melasse wird auch zur Herstellung von Kolonya verwendet, das in der Türkei häufig als Desinfektionsersatz verwendet wird. Das türkische Handelsministerium hat kürzlich beschlossen, die Ausfuhr von Ethanol, einer chemischen Verbindung zur Herstellung von Kolonya, aufgrund der steigenden Nachfrage zu beschränken.

(ce)

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