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Nach Vergewaltigungen und elf Morden: “Chinesischer Jack the Ripper” hingerichtet

3.1.2019 11:50 Uhr

Einen verurteilten Mörder namens Gao Chengyong haben Chinas Behörden hingerichtet, der in Staatsmedien als "chinesischer Jack the Ripper" bezeichnet wurde und zehn Frauen und ein Mädchen getötet hatte.

Ein im vergangenen März verkündetes Todesurteil wurde am Donnerstag vollstreckt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Der 53-Jährige Gao Chengyong hatte demnach zwischen 1988 und 2002 zehn Frauen und ein Mädchen getötet. Obwohl die Polizei mehr als 100.000 Fingerabdrücke gesammelt und auchDNA-Proben hatte, konnte der Täter über Jahre nicht gefasst werden. Erst eine DNA-Probe seines Onkels, der wegen Bestechung festgenommen worden war, führte Ermittler auf die Spur des Mörders.

Keine Angaben über Todesstrafe

China macht keine offiziellen Angaben darüber, wie viele Menschen jährlich zum Tode verurteilt werden. Nach Einschätzung von Amnesty International werden in der Volksrepublik aber mehr Hinrichtungen vollzogen als im gesamten Rest der Welt zusammen. Die Zahl der Exekutionen in China ging nach Angaben der Menschenrechtler allein 2017 "in die Tausende".

(be/dpa)