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Nach Unfall: Polizei nimmt Ermittlungen gegen rund 50 Gaffer auf

8.2.2019 14:26 Uhr

Nach einem Unfall mit Schwerverletzten hat die Dortmunder Polizei das Verhalten zahlreicher Gaffer aufs Schärfste kritisiert - und will das unmögliche Verhalten ahnden.

Während des Rettungseinsatzes nach dem Unfall mit vier Lastwagen am Donnerstag unweit der Anschlussstelle Kamen-Zentrum hätten sich auf der Gegenfahrbahn "unglaubliche Szenen" abgespielt, berichtete die Polizei am Freitag. "Dutzende Verkehrsteilnehmer, insbesondere Lkw-Fahrer, präsentierten ein offenkundig erkenntnisfreies Verhalten.

Handys auf der Gegenfahrbahn

"Beim Vorbeifahren zückten demnach zahlreiche Fahrer ihre Smartphones und fotografierten beziehungsweise filmten, wie die Rettungskräfte an der Unfallstelle mit der Befreiung und Versorgung der Eingeklemmten und Verletzten beschäftigt waren. Das "sinnlose und rücksichtslose Verhalten der Gaffer" führte laut Polizei auf der Gegenfahrbahn zu Beinaheunfällen, die nur durch die schnelle Reaktion anderer Fahrer verhindert wurden. Beamte fotografierten an der Unfallstelle rund 50 Gaffer, die sich nun mit Strafanzeigen unter anderem nach Paragraf 201a des Strafgesetzbuchs ("Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereich durch Bildaufnahmen") auseinandersetzen müssen. Laut Polizei könnten einigen von ihnen ein Bußgeld von bis zu 150 Euro, ein Monat Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg drohen.

(be/afp)

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