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Nach Kanada geflohene Saudi-Araberin setzt sich für weltweite Frauenrechte ein

16.1.2019 7:49 Uhr

Für die Frauenrechte weltweit will sich künftig Saudi-Araberin Rahaf Mohammed el-Kunun einsetzen. Sie ist zuvor nach Kanada vor ihrer Familie geflohen, da diese sie misshandelten und mit dem Tod bedrohten.

"Heute und in den kommenden Jahren werde ich dafür arbeiten, die Freiheit von Frauen rund um die Welt zu unterstützen - dieselbe Freiheit, die ich auch am ersten Tag, als ich in Kanada ankam, erlebt habe", sagte die 18-Jährige am Dienstag vor Journalisten in Toronto und bedankte sich bei all ihren Unterstützern. "Ich bin eine der Glücklichen. Ich weiß, dass es unglückliche Frauen gibt, die verschwunden sind, nachdem sie versucht haben, zu fliehen, oder die nichts tun konnten, um ihre Lebensrealität zu verändern."

Die Saudi-Araberin war vor rund zwei Wochen in Bangkok gestrandet, nachdem sie sich während eines Besuchs in Kuwait von ihrer Familie absetzen konnte. Sie gibt an, misshandelt und mit dem Tod bedroht worden zu sein. Per Twitter-Kampagne hatte sie ihre Abschiebung verhindern können. Kanada hatte ihr daraufhin Asyl angeboten - was das ohnehin schon angespannte Verhältnis zwischen Kanada und dem ultra-konservativen Königreich Saudi-Arabien zusätzlich belasten dürfte.

(gi/dpa)