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Nach Entlassung aus US-Haft: Russische Agentin in Moskau eingetroffen

26.10.2019 22:33 Uhr

Nach ihrer Entlassung aus einem US-Gefängnis ist die russische agentin Maria Butina zurück nach Russland geflogen, wo sie am Samstagmittag angekommen ist.

Die junge Frau war am Freitag entlassen worden und an Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE übergeben worden. Das Urteil gegen sie sah vor, dass Butina nach ihrer Freilassung unverzüglich abgeschoben werden sollte. Butina hatte sich als Verfechterin der Rechte von Waffenbesitzern in konservative Kreise in den USA eingeschleust. Im Dezember 2018 bekannte sie sich schuldig, als illegale, nicht registrierte Agentin tätig gewesen zu sein. Sie wurde im April zu 18 Monaten Haft verurteilt. Angerechnet wurde ihr dabei die Zeit, die sie bereits in Untersuchungshaft verbracht hatte - deswegen kam sie nun frei.

Enge Kontakte zu Waffenlobby

Butina hatte enge Kontakte zur US-Waffenlobby NRA geknüpft und auch in hochrangigen Kreisen der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump verkehrt. Sie beteuerte aber, sie habe sich lediglich für bessere Beziehungen zwischen den USA und Russland einsetzen wollen. Laut den US-Ermittlern war es ihr Ziel, in den "nationalen Entscheidungsapparat" einzudringen und so die US-Außenpolitik zu beeinflussen. Der Fall der jungen Russin erregte in den USA viel Aufmerksamkeit, auch wegen ihrer schillernden Erscheinung. Die rothaarige Frau posierte auf Fotos in den Online-Netzwerken mit Schnellfeuergewehren und anderem Schießgerät, auf manchen trug sie dazu einen Cowboyhut. Die russische Regierung bezeichnete Butina als "politische Gefangene".

(be/afp)

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