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Nach Einstieg bei Air France-KLM - Niederlande sollen sich erklären

27.2.2019 18:06 Uhr

Die niederländische Regierung solle nach dem Einstieg bei der Fluglinie Air France-KLM ihre Karten auf den Tisch legen. Das fordert jetzt auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

"Es dürfen auf keinen Fall innenpolitische Debatten am Tisch des Verwaltungsrats ausgetragen werden", sagte Macron am Mittwoch vor einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Interesse der Gesellschaft müsse gewahrt bleiben.

Auch Macron sagte, dass die französische Regierung zuvor nicht über die Entscheidung der Niederländer informiert gewesen war. Das hatte bereits Wirtschaftsminister Bruno Le Maire betont. Le Maire habe nun seinen niederländischen Amtskollegen Wopke Hoekstra eingeladen, nach Paris zu kommen, damit dieser die niederländischen Absichten erklären könne, so Macron weiter. Dies sei wichtig, denn Air France-KLM sei ein großes europäisches Unternehmen mit vielen Mitarbeitern - nicht nur aus Frankreich und den Niederlanden.

Niederlande wollen ähnlichen Anteil wie Frankreich

Der niederländische Staat hatte sich für 680 Millionen Euro einen Anteil von 12,68 Prozent an der Fluggesellschaft Air France-KLM gesichert, wie am Dienstag bekannt wurde. Ziel sei es, den Einfluss auf die Airline zu stärken, so der niederländische Finanzminister Hoekstra der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge.

Letztlich will die Regierung in Den Haag auf einen Anteil von rund 14 Prozent kommen - das würde dann der Beteiligung des französischen Staates entsprechen, der laut französischen Medien 14,3 Prozent an der Holding hält. Der niederländische Premierminister Mark Rutte habe den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron über den Schritt informiert, meldete ANP.

(an/dpa)