Nach Corona-Ausbruch: Tönnies darf wieder schlachten

16.7.2020 17:00 Uhr

Nach fast vierwöchigem Produktionsstopp bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück darf das Unternehmen wieder Schweine schlachten. Die Weiterverarbeitung wollen sich die Behörden aber noch genauer anschauen.

Rund vier Wochen nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück darf das Unternehmen an seinem Hauptstandort wieder schlachten.

Die Stadtverwaltung hat den angeordneten Produktionsstopp für die Schlachtung am Mittwoch mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Für die Zerteilung der Tiere hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück aber vorerst noch keine Genehmigung erteilt. Für diesen Produktionsschritt soll es zunächst nochmals eine Begehungen der Behörden geben.

In Rheda-Wiedenbrück würden normalerweise pro Tag über 20 000 Schweine geschlachtet.

Durch den Produktionsstopp hatte sich ein Stau bei den Schweinemästern gebildet. Sie wurden ihre Tiere nicht los und in den Ställen wurde der Platz eng.

Vertrags-Lieferanten konnten auf andere Tönnies-Standorte ausweichen. Die anderen Mäster mussten sich auf dem freien Markt neue Schlachthöfe suchen.

(it/dpa)