epa/Raul Martinez

Nach Botschafter-Ausweisung: Guaido fordert verschärfte Sanktionen

7.3.2019 8:41 Uhr

"Eine Drohung gegen Deutschland" sei die Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener, so Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaido zum 'Spiegel'. Zudem forderte er schärfere Sanktionen gegen die linksnationalistische Führung Venezuelas unter Nicolas Maduro.

Der venezolanische Staatschef Nicolas Maduro wolle zeigen, dass er noch über Macht verfügt, sagte Guaido. Maduro sei aber nicht befähigt, einen Botschafter auszuweisen, daher habe er selbst Kriener auch gebeten, im Land zu bleiben. Guaido hoffe, "dass Europa auf diese schwerwiegende Drohung gegen einen Botschafter scharf reagiert".

"Ein Diktator reagiert nur auf Druck"

Venezuela hatte Kriener am Mittwoch wegen Einmischung in innere Angelegenheiten und Unterstützung der Opposition zur unerwünschten Person erklärt. Das venezolanische Außenministerium forderte den Botschafter auf, das Land binnen 48 Stunden zu verlassen.

Als Reaktion auf Maduros Vorgehen gegen Deutschland schlug Guaido vor, "die finanziellen Sanktionen gegen das Regime zu verschärfen". Der Druck müsse weiter erhöht werden. "Ein Diktator reagiert nur auf Druck." Die internationale Gemeinschaft müsse verhindern, dass das Geld der Venezolaner missbraucht werde, "um Regimekritiker und Indigene umzubringen".

(sis/afp)