Hürriyet

Mysteriöses Porträt von Fatih Sultan Mehmet soll versteigert werden

20.6.2020 15:52 Uhr

Ein Porträt des osmanischen Sultans Mehmed II., auch als Fatih Sultan Mehmet bezeichnet, wird am 25. Juni in London versteigert. Das Kunstwerk wurde voraussichtlich im Jahr 1480 vom italienischen Maler Gentile Bellini gezeichnet und soll 500.000 bis 740.000 US-Dollar einbringen. Es wird im weltberühmten Auktionshaus Christie's verkauft.

Eine Angestelle des Auktionshauses, Sara Plumbly, sprach mit der Agentur Anadolu über das mysteriöse Porträt, das Teil der islamischen und indischen Kunstsammlung des Auktionshauses in London ist. Sie gab Preis, dass das Werk nicht signiert sei. Laut den Angaben von Plumbly sind der Künstler des Porträts sowie die zweite Person im Gemälde neben dem Sultan somit große Geheimnisse, die noch nicht gelöst wurden.

Spekulationen über das Gemälde

Einige Kunstinteressenten behaupteten, dass der Mann neben Sultan Mehmed II. einer seiner drei Söhne sein könnte. Allerdings würde dies mit dem Alter des Sultans im Portät nicht stimmig sein. Andere dachten daher an einen europäischen Würdenträger, da die zweite Figur im Gemälde glattrasiert ist und nicht den osmanischen Bart zur Schau stellt.

Auch wenn die Personalien zu der zweiten Person noch nicht bekannt sind, könne man dennoch davon ausgehen, dass es sich hierbei umjeamd sehr wichtiges handeln müsse, denn im Osmanischen Reich wurden damals nur königliche Familienmitglieder oder Würdenträger in Kunstwerken abgebildet.

Bei dem Werk handelt es sich um ein besonderes Gemälde, welches eines der einzigen drei Porträts der Fatih-Ära sei. Somit ist das Kunststück äußerst wertvoll und wichtig.

Fatih der Eroberer

Mehmed II. ist der osmanische Sultan, der in seiner Zeit Istanbul eroberte und im Alter von 21 Jahren daher den Titel „Fatih“ (der Eroberer) erhielt. Die Eroberung Istanbuls ist der bekannteste Sieg des Sultan Mehmed II.

Des Weiteren sicherte er in seiner Regierungszeit auch die osmanische Kontrolle über Serbien, Morea und Trapezunt (modernes Trabzon) sowie über Bosnien, Albanien und einige andere Anatolische (mitteltürkische) Gebiete.

(gi)

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