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Myanmar: Prozess um inhaftierte Journalisten vertagt

24.12.2018 23:04 Uhr

Die zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters in Myanmar müssen vorerst weiter in Haft bleiben. Ein Richter vertagte den Gerichtstermin - ohne einen neuen zu nennen.

Die Anwälte von Kyaw Sow Oo und Wa Lone, zwei Reporter der Nachrichtenagentur Reuters, hatten eine Aufhebung des Urteils und die Freilassung der Journalisten gefordert. Die Journalisten waren Anfang September zu Haftstrafen von jeweils sieben Jahren verurteilt worden, weil sie sich bei Recherchen über Militärverbrechen an Angehörigen der muslimischen Minderheit der Rohingya illegal geheime staatliche Dokumente beschafft haben sollen.

Journalisten in Hinterhalt gelockt worden?

Die Journalisten - beide selbst aus Myanmar - trafen sich im Zuge der Recherchen im Dezember 2017 mit Polizisten, die ihnen bei dieser Gelegenheit Papiere in die Hand drückten. Unmittelbar danach wurden sie festgenommen. Beide geben an, in einen Hinterhalt gelockt worden zu sein.

(be/dpa)