epa/Hein Hiet

Myanmar: Militär soll gegen Rebellen vorgehen

7.1.2019 16:11 Uhr

In Myanmar hat die Regierung die "Niederschlagung" von buddhistischen Rebellen angeordnet. Vorausgegangen waren mehrere Angriffe auf Polizeistationen.

Nach Angriffen buddhistischer Rebellen hat die Regierung in Myanmar deren "Niederschlagung" angeordnet. Das Militär sei angewiesen worden, Einsätze zu führen, "um die Rebellen niederzuschlagen", sagte Regierungssprecher Zaw Htay am Montag in der Hauptstadt Naypyidaw. In der westlichen Unruheregion Rakhine hatten Rebellen der Arakan-Armee am Freitag vier Polizeistationen angegriffen und 13 Polizisten getötet worden.

Die Arakan-Armee kämpft für eine größere Unabhängigkeit ihrer ethnischen Minderheit in Rakhine. Zwischen den Rebellen und Sicherheitskräften kam es in den vergangenen Wochen häufig zu Gewalt. Nach Angaben der UNO wurden dadurch schätzungsweise 2.500 Menschen vertrieben.

Viermonatiger Waffenstillstand ausgerufen

Die Armee Myanmars hatte im Dezember einen einseitigen viermonatigen Waffenstillstand mit bewaffneten Gruppen im Norden und Osten des Landes verkündet. Die Konfliktregion Rakhine im Westen wurde jedoch von dieser Waffenruhe ausgenommen.

Rakhine ist auch der Schauplatz des Konfliktes um die muslimische Rohingya-Minderheit. Diese wird bereits seit Jahrzehnten im ehemaligen Birma unterdrückt und diskriminiert. Allein zwischen August und Dezember 2017 flohen mehr als 700.000 Rohingya vor dem Militär ins Nachbarland Bangladesch, wo schon zuvor 300.000 Rohingya lebten.

(an/afp)

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