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Myanmar: Aung San Suu Kyi wirbt um Investoren

28.1.2019 13:33 Uhr

Um mehr ausländische Investoren hat nun Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi geworben. Trotz der Kritik über ihren Umgang mit der muslimischen Minderheit der Rohingya.

Bei einer Veranstaltung in Rangun bat sie ausländische Geschäftsleute am Montag: "Kommen Sie bitte in unser Land. Tauchen Sie ein in eine Atmosphäre voller Möglichkeiten." Ihre Regierung werde sich um einen "pro-aktiveren Ansatz" bemühen. Auf das brutale Vorgehen der Armee gegen Hunderttausende Rohingya ging die Friedensnobelpreisträgerin nicht näher ein.

Krise in Rakhine

Die Weltbank hatte die Wachstumserwartungen des südostasiatischen Land für das laufende Steuerjahr 2018/19 im vergangenen Herbst von 6,8 auf 6,2 Prozent gesenkt. Begründet wurde dies auch mit den Auswirkungen der Krise im Bundesstaat Rakhine. Von dort sind seit 2017 mehr als 700 000 Rohingya über die Grenze ins mehrheitliche muslimische Nachbarland Bangladesch geflohen. In Myanmar (ehemals: Birma) ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens.

Die 73-Jährige steht wegen der Verfolgung der Rohingya - die Vereinten Nationen sprechen von "ethnischer Säuberung" und Völkermord - auch persönlich in der Kritik. Viele werfen ihr vor, zu den Vorwürfen keine Stellung zu beziehen. In ihrer demokratisch gewählten Regierung besetzt das Militär mehrere wichtige Ministerposten. Suu Kyi saß während der Militärdiktatur viele Jahre in Hausarrest.

(an/dpa)

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