imago images / Arnulf Hettrich

Mutter und zweijährige Tochter in Österreich erstochen

27.10.2019 21:51 Uhr

In Kottingbrunn südlich von Wien in Österreich ist es am Sonntag zu einem Femizid gekommen. Ein 31-jähriger Mann, in Österreich geboren, mit österreichischer Staatsangehörigkeit und Wurzeln in der Türkei, soll seine 29-jährige Ehefrau, ebenso österreichische Staatsbürgerin, aber in der Türkei geboren sowie seine 23 Monate alte Tochter erstochen haben. Den elf Monate alten Sohn soll er versucht haben zu erwürgen oder zu ersticken. Der Säugling kam mit lebensgefährlichen Erstickungsanfällen ins Krankenhaus. Nach der Tat rief der Mann die Polizei und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Um kurz vor neun Uhr am Sonntag meldete sich der Mann bei der Polizei über die Notrufleitung und teilte den Beamten mit, er habe seine Familie ermordet. Als die Polizeikräfte an der angegebenen Anschrift ankamen, fanden sie den Mann vor dem Einfamilienhaus, wo er widerstandslos festgenommen werden konnte. Im Haus selbst fanden die Beamten zwei Leichen. Die 29-jährige Ehefrau und die 23 Monate alte Tochter. Beide Opfer wiesen nach Angaben der Polizei Stichverletzungen auf.

Ferner wurde im Haus der elfmonatige Sohn vorgefunden, der unverletzt schien, aber lebensbedrohliche Atemaussetzer hatte. Er wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Wien geflogen. Es besteht der Verdacht, der Vater wollte seinen Sohn ersticken oder erwürgen. Nach seiner Festnahme und der Verbringung ins Polizeigewahrsam hat sich der tatverdächtige Mann umfassend eingelassen. Er hat die Taten eingeräumt, ist vollinhaltlich geständig gewesen. Als Tatmotiv werden von den Behörden Probleme in der Beziehung des Ehepaares angegeben. Das Ehepaar hatte gemeinsam im Ort ein Reisebüro betrieben.

(Hürriyet.de)

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