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Mutmaßlicher Täter ist Ehemann der Getöteten

18.8.2019 14:50 Uhr

Der Doppelmord in Iserlohn, der einem zwei Monate alten Kind die Mutter und den Vater nahm, stellt sich als Beziehungstat heraus. Der 43-jährige kosovarische Ehemann der Getöteten hat möglicherweise seiner ebenfalls kosovarischen Noch-Frau und ihrem neuen afghanisch-stämmigen Partner, der auch der Vater des zwei Monate alten Kindes sein soll, aufgelauert und beide Opfer erstochen. Weitere Inhalte zur Motivlage sind bisher laut Staatsanwaltschaft und Polizei unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat am Sonntag einen Haftbefehl zur Untersuchungshaft beantragt und dem Antrag wurde seitens des Gerichts stattgegeben. Vorläufig lautet der Haftbefehl auf Verdacht des zweifachen Totschlags. Die Möglichkeit, dass der dringend Tatverdächtige unter Drogen oder Alkohol gestanden haben könnte, wurde von den Behörden bisher verneint. Entsprechende Verdachtsmomente hätten sich nicht ergeben.

Zwei Monate altes Mädchen in der Obhut des Jugendamtes

Bekannt ist, dass der mutmaßliche 43-jährige Täter kosovarischer Abstammung ist. Er ist noch mit dem 32-jährigen weiblichen Opfer, ebenso kosovarischer Abstammung, verheiratet. Der mutmaßliche Täter lebte getrennt von seiner Frau, die mittlerweile in Iserlohn wohnhaft war. Das weitere Opfer, ein 23-jähriger Mann afghanischer Abstammung, soll der neue Lebensgefährte der Frau und auch der Vater der zwei Monate alten Tochter sein. Warum sich der mutmaßliche Täter statt in Bergisch Gladbach im 90 Kilometer entfernten Iserlohn aufhielt, wird derzeit noch ermittelt.

Sicherheit besteht auch hinsichtlich der Tatwaffe. Ein handelsübliches Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 12 Zentimetern wurde auch am Tatort gefunden. Beide Getöteten wurden in Dortmund obduziert und es stellte sich raus, dass zahlreiche Verletzungen mit dem Küchenmesser todesursächlich waren. Das zwei Monate alte und unverletzte Mädchen befindet sich aktuell, nach der Untersuchung in einem Krankenhaus, in der Obhut des zuständigen Jugendamtes.

Update 16:01 Uhr

Wie aktuell berichtet wird, besteht auch die Möglichkeit, dass der spätere mutmaßliche Täter seine getrennt lebende Ehefrau um ein Gespräch gebeten habe. Zu diesem habe die Frau überreden lassen, wenn der neue Partner dabei sein könne. Zudem gibt es Berichte, die davon handeln, der mutmaßliche Täter sei wegen "häuslicher Gewalt" polizeibekannt gewesen und die Frau habe darum Schutz und Zuflucht in einem Frauenhaus in Iserlohn gesucht. All das wurde von den zuständigen Behörden bisher weder bestätigt, noch dementiert.

(Hürriyet.de)

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