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Mutmaßlicher Hintermann der Anschläge von Paris getötet

22.2.2019 0:04 Uhr

Im November 2015 sind bei einem Terroranschlag in Paris mehr als 100 Menschen getötet worden, zahlreiche wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Einer der mutmaßlichen Hintermänner, Fabien Clain, kämpfte jahrelang für den IS und wurde seit Juni von Frankreich per Haftbefehl gesucht - jetzt wurde er in Syrien getötet.

Der französische Dschihadist Fabien Clain starb bei einem Luftangriff der internationalen Koalition gegen den IS, wie es am Donnerstag unter anderem von Seiten der Sicherheitskräfte in Paris hieß. Sie bestätigten damit einen Bericht des Radiosenders France Inter. Demnach wurde Clains Bruder Jean-Michel bei dem Angriff auf die letzte IS-Bastion im Dorf Baghus schwer verletzt.

Die "Stimme" des IS

Die beiden Brüder wurden seit Juni von Frankreich per Haftbefehl gesucht. Die Ermittler werfen ihnen eine Beteiligung an den Anschlägen vom November 2015 mit 130 Todesopfern vor. Fabien Clain galt in Frankreich als "Stimme" der IS-Miliz, weil er nach Erkenntnis der Ermittler die Bekennerbotschaft für die Anschläge gesprochen hatte. Sein Bruder Jean-Michel sang demnach im Hintergrund ein islamistisches Kampflied.

Fabien Clain und sein Bruder waren zum Islam konvertiert und sollen sich um das Jahr 2000 herum radikalisiert haben. Fabien Clain wurde 2009 wegen Rekrutierung von Dschihadisten in Frankreich zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung reiste er wie sein Bruder nach Syrien aus und schloss sich dort dem IS an..

(sis/afp)