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Mutiert das Coronavirus? Türkei gibt Studie in Auftrag

3.8.2020 9:47 Uhr

Seit März grassiert die Corona-Pandemie weltweit und auch in der Türkei. Das türkische Gesundheitsministerium hat nun eine Studie in Auftrag gegeben, die herausfinden soll, ob sich das Coronavirus im Laufe der vergangenen Monate verändert hat. Mit ersten Ergebnissen wird in gut vier Wochen gerechnet.

"Das Virus ist nicht einfach zu untersuchen. Es gibt Anzeichen für eine Mutation, doch noch ist es viel zu früh, um in der Hinsicht Aussagen zu treffen“, sagt Dr. Gülay Korukluoglu, die Leiterin des Nationalen Virologischen Referenzlabors der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit.

Virologin: Wenig Corona-Tote wegen guter Behandlung

In den vergangenen vier Monaten wurden landesweit Proben gesammelt, die nun für die Studie analysiert und präpariert wurden. "Es ist wichtig zu sehen, ob sich das Virus zu Beginn der Pandemie im März mit der jetzt auftretenden Form ähnelt“, erklärt Korukluoglu. "Und es ist auch interessant herauszufinden, ob es Ähnlichkeiten oder Unterschiede des Virus in den verschiedenen Regionen des Landes gibt."

In dem Zusammenhang zweifelt die Virologin an Aussagen von Gesundheitsexperten, wonach die verhältnismäßig niedrige Sterberate von COVID-19-Patienten in der Türkei an der Mutation des Virus liegen würde. "Das glaube ich nicht. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass wir die richtigen Behandlungsmethoden anwenden und so die Sterberate bis heute auf einem niedrigen Level gehalten werden kann."

(bl)

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