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Musik hören und glücklich sein

14.6.2020 15:01 Uhr

Forschungen haben ergeben, dass Musik unser mentales Wohlgefühl verbessert, aber auch die körperliche Gesundheit unterstützt. Sie wirkt nicht nur in dem Moment, in dem sie gehört wird, sondern längerfristig auf unseren Hormonhaushalt und unsere kognitiven Fähigkeiten.

Die folgenden positiven Effekte bringt das Musikhören mit sich.

Musik lässt Sie lächeln

Sie fühlen sich niedergeschlagen, antriebslos oder genervt? Dann lassen Sie Ihre Lieblingsmusik laufen. Wissenschaftlichen Studien zufolge hebt sich Ihre Stimmung nach nur 15 Minuten des Hörens. Das passiert, weil Ihr Hirn Dopamin freisetzt. Dieser Neurotransmitter löst positive Gefühle wie Glück, Zufriedenheit und Freude aus.

Musik erhöht Ihre Leistungsfähigkeit

Forscher haben herausgefunden, dass Läufer, die während des Ausdauertrainings temporeiche Musik auf den Ohren haben, schneller sind als Läufer, die langsame oder gar keine Musik hören. Dieser Effekt macht sich natürlich nicht nur beim Joggen bemerkbar, sondern auch bei anderen Ausdauersportarten wie dem Radfahren.

Musik hilft beim Stressabbau

Weil Musik einen unmittelbaren Einfluss auf die Hormone hat, kann sie beim Abbau des Stresshormons Cortisol helfen. Nicht nur akuter Stress, sondern auch chronischer Stress kann damit gelindert werden, was sich wiederum positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirkt. Schließlich wird Stress für die Entstehung zahlreicher Krankheiten mitverantwortlich gemacht. In einer Studie, die mit Musikern durchgeführt wurde, kam man sogar zu dem Ergebnis, dass das Musizieren und Singen wie ein Boost für das Immunsystem ist. Nehmen Sie Ihre Gitarre jetzt also öfter zur Hand, setzen Sie sich ans Klavier oder singen Sie – mit Rücksicht auf Ihre Mitbewohner vielleicht nur unter der Dusche.

Musik wirkt wie ein natürliches Antidepressiva

Serotonin und Dopamin stehen total auf bestimmte Tunes. Insbesondere Klassik und Entspannungsmusik lösen ein allgemeines Wohlgefühl aus. Auch der eng mit dem Adrenalin verwandte Botenstoff Noradrenalin wird aktiviert. Er kann sogar für eine euphorische Stimmung sorgen. Vorsichtig sollten Sie bei Techno und Heavy Metal sein. Studien zufolge wecken diese Musikrichtungen eher negative Gefühle.

Musik verbessert Ihre Schlafqualität

Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen haben schon vor der Corona-Krise vielen Menschen zu schaffen gemacht. Sorgen und/oder eine aus den Einschränkungen resultierende Anspannung rauben gerade auch einigen vorher nicht Betroffenen den Schlaf. Klassische oder entspannende Musik soll dagegen helfen, wenn man sie eine Stunde vor dem Zubettgehen hört. Die festgestellten positiven Effekte beziehen sich auf Vergleiche mit dem Hörbuch, dem Fernsehen oder anderen Tätigkeiten, die den Geist anregen.

Musik verhindert Heißhungerattacken

Der Kühlschrank bzw. was sich darin alles Leckeres befindet, lockt nun rund um die Uhr. Sanfte Musik soll davon ablenken. Läuft sie während des Essens, genießt man außerdem mehr, isst langsamer und bewusster.

Musik stärkt das Gedächtnis

Das Lernen fällt leichter und auch die Erinnerung wird durch Musik gestärkt. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge muss allerdings ein Unterschied zwischen Musikern und Nicht-Musikern gemacht werden. So lernen Musiker mit neutraler Musik angeblich besser als mit Lieblingsmusik, wohingegen Nicht-Musiker in puncto Lernen mit positiver Lieblingsmusik besser abschneiden als mit neutraler Musik.

(jk)

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