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Museum in Hölderlins Geburtshaus kommt mit Verspätung

18.3.2020 15:26 Uhr, von Andreas Neubrand/dpa

Vor 250 Jahren wurde der Dichter Friedrich Hölderlin in Lauffen am Neckar geboren. Aus diesem Anlass wollte seine Heimatstadt ihren berühmtesten Sohn mit einem eigenen Museum im Wohnhaus seiner Familie ehren.

Doch das Coronavirus macht auch vor der Poesie nicht halt und deswegen verschiebt sich die Eröffnung des Museums vom 20. März auf Anfang Juni. In dem nun aufwendig restaurierten Wohnhaus hatte Hölderlin die ersten zwei Jahre seines Leben verbracht.

Wohnen im weltberühmten Hölderlinturm

Am 20. März 1770 erblickte dort Friedrich Hölderlin als Sohn eines Klostergutverwalters das Licht der Welt. Nach den ersten beiden Jahren im Amtshaus des Klosters musste seine Mutter (und junge Witwe) in das Hölderinhaus ziehen. 1774 zog sie dann mit ihrem zweiten Mann in das württembergische Nürtingen.

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Hölderlin hauptsächlich in Nürtingen. Dort wurde er auch wegen vermeintlicher psychischer Erkrankungen von diversen Ärzten behandelt. Die zweite Lebenshlfter verbrachte er dann in dem heute weltberühmten Hölderlinturm in Tübingen, wo er von seinem Vermieter gepflegt wurde. Nun wurde das Geburtshaus für 5,3 Millionen Euro restauriert. Neben einer Ausstellung der früheren Wohnräume des Dichters gibt es auch einen Raum für Veranstaltungen. Die Kosten teilen sich der Bund, das Land, die Stadt und private Liebhaber der Gedichte Hölderlins.

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