dpa

Mußmaßliches Neymar-Opfer sagt aus

8.6.2019 0:17 Uhr

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen den brasilianischen Fußballer Neymar und seine Reaktion darauf, intime Chats der Beiden in den sozialen Medien zu teilen, hat das mutmaßliche Opfer am Freitag in Sao Paulo eine Aussage bei der Polizei abgegeben, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Sie wirft Neymar vor, sie Mitte Mai in Paris in angetrunkenem Zustand und «mit Anwendung von Gewalt» zum Sex gezwungen zu haben.

Nach Angaben ihrer früheren Anwälte sprach sie zunächst von einem Angriff, stellte dann aber mit Hilfe eines anderen Anwalts Strafanzeige wegen Vergewaltigung. Über ihren Anwalt wiederholte sie nun die Vorwürfe, angegriffen und vergewaltigt worden zu sein.

Neymar weist die Vorwürfe zurück. Nach der Anzeige veröffentliche der Fußballer den Chatverlauf zwischen ihm und der Frau bei Instagram. Die Nachrichten sollten zeigen, dass das mutmaßliche Opfer auch noch nach der angeblichen Tat freundschaftliche Nachrichten mit ihm austauschte. Mit der Veröffentlichung könnte Neymar allerdings gegen das Recht auf Privatsphäre verstoßen haben. Deshalb wurde er am Donnerstag von der Polizei vernommen.

(be/dpa)