dpa

Mordprozess beginnt

24.7.2019 14:45 Uhr

Warum musste die Studentin Sophia Lösche sterben? Das Landgericht Bayreuth geht dieser Frage nach. Vor Gericht steht ein Lastwagenfahrer. Er soll die 28-Jährige ermordet haben. 12 Verhandlungstage mit 17 Zeugen und 3 Sachverständigen sind angesetzt, um herauszufinden, was geschehen ist.

Fest steht: Die Germanistik-Studentin wollte im Juni 2018 von ihrem Studienort Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. Von dort wollte sie nach Aussage ihres Bruders per S-Bahn weiter zu ihrer Familie nach Amberg in der Oberpfalz fahren. Doch dort kam Sophia nie an.

Angeklagter bestätigt Tötung

An einer Tankstelle an der Autobahn 9 in Sachsen soll der 1977 geborene, marokkanische Lkw-Fahrer die Tramperin mitgenommen und der Anklage zufolge später ermordet haben, nach Gerichtsangaben mit stumpfer Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Der genaue Tathergang ist jedoch unklar. Der Angeklagte gab laut Gericht an, die Studentin bei einer Auseinandersetzung getötet zu haben.

Die Tat soll sich in Oberfranken ereignet haben. Der Lkw-Fahrer wurde in Spanien festgenommen. Dort wurde auch Sophias Leiche entdeckt, einige Tage nachdem ihre Familie sie vermisst gemeldet hatte.

Die Eltern der Studentin und ihr Bruder treten in dem Prozess als Nebenkläger auf. "Wir erwarten, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Als Angehöriger will man sie wissen, auch wenn sie noch so grausam ist", sagte Bruder Andreas Lösche.

(gi/dpa)

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