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Mord an eigener Oma: 28-jähriger Berliner gesteht

6.12.2018 16:09 Uhr

Ein junger Mann gestanden am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht seine eigene Großmutter im Streit getötet zu haben.

Zum Prozessauftakt gab der 28-jährige Philipp L.zu, die 80-Jährige im Mai in deren Einfamilienhaus im Ortsteil Kaulsdorf erwürgt zu haben. Die Anklage wirft ihm Mord aus Habgier und Heimtücke vor.

Der Auslöser für den Mord

Der 28-Jährige sagte, er habe am Vortag der Tat die EC-Karte seiner Großmutter Gisela O. ausgeliehen. Mit ihrem Einverständnis sollte er 1000 Euro abheben und zurückbringen, wie L. sagte. Stattdessen ging er laut seiner Aussage mit der EC-Karte einkaufen, in ein Spielcasino und hob weiteres Geld ab. Zudem habe er sich betrunken.

Am Tag darauf sei er, abermals alkoholisiert, zu seiner Großmutter zurückgekehrt – daraufhin brach demnach eine Diskussion aus, im Zuge derer sie ihm unter anderem vorwarf, zu viel zu trinken. Der Streit eskalierte: Zunächst habe er die Seniorin gewürgt, dann auf den Boden fallen lassen und ihr ein Kissen ins Gesicht gedrückt.

Dabei starb die Frau seiner Aussage zufolge. Am selben Abend kam L. demnach zurück, um Beweise zu vernichten und einen Einbruch zu inszenieren. Mitte Mai wurde er dann jedoch festgenommen. Für den Prozess sind weitere Termine im Dezember angesetzt.

(be/afp)