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Monsun verschlimmert Lage der Rohingya in Bangladesch

13.7.2019 12:42 Uhr

Nach Angaben der katholischen Hilfsorganisation Caritas steigt nach den Starken Regenfällen die Notlage der Rohingya in Bangladesch. Stürme und Schlammlawinen setzten den mit einfachsten Mitteln aus Bambus und Plastikplanen gebauten Hütten massiv zu, teilte die Caritas am Freitag mit.

Als Folge des Regens seien Teile der Lager abgerutscht. Ein Kind sei bereits gestorben, Zehntausende Menschen seien in Gefahr.

Eine Million Menschen auf engsten Raum

In der Region Cox Bazar leben nach Angaben der Caritas eine Million Menschen auf engstem Raum. Seit August 2017 sind mehr als 730 000 Muslime aus Myanmar (ehemals Birma) ins Nachbarland Bangladesch geflohen, wo die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens ist.

Das Militär und die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Myanmar stehen wegen der Verfolgung von Rohingya international schwer in der Kritik. Die UN spricht von Völkermord. Die Militär in Myanmar wirft seinerseits der muslimischen Rebellengruppe ARSA (Arakan Rohingya Salvation Army) Terror vor.

(an/dpa)