Symbolbild: imago/Xinhua

Mogadischu: Heftige Gefechte nach Autobomben-Anschlag

1.3.2019 8:51 Uhr

Nach dem die islamistische Shebab-Miliz einen Autobomben-Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ausgeübt hatte, haben sich bewaffnete Angreifer und Sicherheitskräfte am Freitagmorgen heftige Gefechte geliefert.

Kämpfer der islamistischen Shebab-Miliz hätten sich in einem Restaurant verschanzt, dessen Stürmung die Sicherheitskräfte vorbereiteten, sagte Polizei-Sprecher Ibrahim Mohamed. Zuvor waren bei einem Autobomben-Anschlag der Shebab-Miliz am Samstagabend nach Angaben von Rettungskräften mindestens fünf Menschen getötet und mindestens 60 weitere Menschen verletzt worden.

Ziel waren wohl Vertreter der somalischen Regierung

Zeugen in der Nähe des Restaurants berichteten am Freitagmorgen von Explosionen und Schüssen in dem Restaurant, das die Islamisten zuvor gestürmt hatten. Die Gegend um das Gebäude sei weiträumig abgesperrt worden.

Die Shebab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag vom Samstagabend, bei dem sich einer ihrer Kämpfer mit einer Autobombe in die Luft gesprengt hatte. Der Anschlag ereignete sich in einer belebten Straße. Ziel sei es gewesen, hochrangige Vertreter der somalischen Regierung zu töteten, die sich in einem Hotel befunden hätten.

Die mit dem Al-Kaida-Netzwerk verbündete Shebab-Miliz verübt in Somalia immer wieder schwere Anschläge. Anfang Februar waren bei einem Anschlag in Mogadischu mindestens neun Menschen getötet worden. Ende Dezember waren bei einem Anschlag in der Nähe des Präsidentenpalastes in Mogadischu mindestens 20 Menschen getötet worden. Auch zu diesem Anschlag mit zwei Autobomben hatte sich die Shebab-Miliz bekannt.

(sis/afp)