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Mitgliedschaft in Terrorvereinigung: Anklage gegen mutmaßlichen IS-Kämpfer erhoben

6.1.2020 13:48 Uhr

Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main hat gegen einen einen 33-jährigen Syrer Anklage unter anderem wegen der Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung erhoben. Es soll sich bei dem Mann um einen mutmaßlichen früheren Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) handeln.

Der 33-Jährige soll von 2013 bis 2015 in seinem Heimatland eine IS-Einheit befehligt und mit dieser an Kämpfen gegen andere Bürgerkriegsparteien teilgenommen haben, wie die Behörde am Montag mitteilte. Außerdem soll er auch für die IS-"Religionspolizei" tätig gewesen sein. Dem Mann wird daher Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung vorgeworfen. Zudem soll er sich wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten, weil er nach Erkenntnissen der Ermittler damals mit einem militärischen Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow ausgerüstet war.

Als Flüchtling eingereist

Der 2015 als Flüchtling eingereiste Verdächtige wurde im November 2018 in Kassel festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erkannte ihm den Flüchtlingsstatus inzwischen ab. Das Oberlandesgericht Frankfurt wird die Anklage prüfen und über die Prozesseröffnung entscheiden.

(be/afp)

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