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Mitglied der Revolution Chemnitz räumt Gewalt ein

10.12.2019 20:49 Uhr

Erstmals haben sich Angeklagte im Prozess gegen die rechtsextreme Gruppe Revolution Chemnitz zum Tatvorwurf geäußert. Ein 31-Jähriger, der als Rädelsführer der verbotenen Neonazi-Kameradschaft Sturm 34 bekannt wurde, sagte am Dienstag, er habe mit seinen Nachrichten in der Chatgruppe Revolution Chemnitz nur Eindruck schinden wollen.

Er behauptete, dass er seine Äußerungen nicht ernst gemeint habe und nicht vorhatte, aktiv zu werden. Unter anderem hatte er im Chat Interesse am Kauf von Waffen bekundet.

Gewalt gegen Ausländer

Zudem sagte ein 29-Jähriger aus, der, ebenso wie der 31-Jährige, bei einem Angriff auf der Chemnitzer Schlossteichinsel am 14. September 2018 dabei war. Fünf von ihnen sollen dort bewaffnet mit Glasflaschen, Quarzhandschuhen und einem Elektroimpulsgerät mit weiteren gewaltbereiten Rechtsextremen mehrere Ausländer angegriffen und verletzt haben. Der Übergriff sollte den Ermittlungen zufolge ein «Probelauf» für eine größere geplante Tat im Oktober 2018 gewesen sein. Der Angeklagte gab zu, während dieses ersten Angriffs einem Jugendlichen zwei Mal ins Gesicht geschlagen zu haben. Im Chat will er aber auch vieles nur quergelesen und die Vorhaben nicht für voll genommen haben. Die Vernehmung des Mannes soll am 11. Dezember fortgesetzt werden.

In dem Verfahren am Oberlandesgericht Sachsen sind acht Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt, fünf von ihnen zudem wegen schweren Landfriedensbruchs und einer auch wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Männer, die nach den bisherigen Erkenntnissen der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz angehören, stehen im Verdacht, einen Umsturz der demokratischen Ordnung mit Waffen geplant zu haben. Kurz vorher wurden sie gefasst.

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