epa/Jens Schlueter

Mit Kernenergie zum Klimaschutz

19.9.2019 11:30 Uhr

Um die Klimaziele zu erreichen will, der AfD-Politiker Georg Pazderski wieder auf Kernenergie setzen. "Andere europäische Staaten erreichen ihre Emissionsziele mit dem Ausbau der Kernenergie, die zukünftig ohne Endlagerstätten auskommen kann. Auch Deutschland muss neue, zukunftsweisende Technologien entwickeln und nutzen", teilte der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus am Donnerstag mit.

Dem stimmte der AfD-Umweltpolitiker Karsten Hilse zu. "Wir brauchen Grundlastkraftwerke, aus Braunkohle, gern auch Kernkraft", sagte der 54-Jährige im Inforadio des RBB. "Wir sind der Meinung, dass man ein Klima nicht schützen kann." Windkraftanlagen und Solarenergie lehnt er ab, "weil sie eben vom Wetter abhängig sind".

AfD für Versorgungssicherheit mit Energie

Seine Partei wolle, dass die Versorgungssicherheit mit Energie gewährleistet werde. Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass der vor allem durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas verursachte Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) die Erderhitzung antreibt.

Zudem kritisierten die AfD-Politiker Umweltbewegungen wie Fridays For Future. "Die AfD wehrt sich darum gegen PR-getriebenen Aktionismus und den Missbrauch aufgehetzter junger Leute als Demomasse", sagte Pazderski. Die Aktivisten haben für diesen Freitag zu einem globalen Klimastreik aufgerufen.

Am selben Tag soll das sogenannte Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weitreichende Entscheidungen treffen, damit Deutschland die Klimaziele bis 2030 schafft. Es geht vor allem darum, den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 beim Autofahren und Heizen zu verteuern. Im Gegenzug sind Entlastungen für Bürger und Firmen geplant, etwa bei den hohen Strompreisen.

(an/dpa)

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