imago/Marius Schwarz

Mit Föhn Matratze gewärmt - 200.000 Euro Sachschaden

26.12.2018 13:32 Uhr

Dass es an Weihnachten zu Einsätzen der Feuerwehr kommt, ist eigentlich schon fast Normalität. Brennender Weihnachtsbaum, brennendes Fondue-Set, brennender Adventskranz - aber eine brennende Matratze, die von einem Föhn auf lauschige Temperaturen gebracht werden sollte, wird auch für die Feuerwehr in Freudenburg, Rheinland-Pfalz ein Kuriosum gewesen sein. Einer Jugendlichen war es einfach zu kalt, sie föhnte ihre Matratze warm und schlief ein. Resultat: Vier Menschen mit Rauchvergiftung, 200.000 Euro Sachschaden, ein Gebäude, das auf unbestimmte Zeit unbewohnbar ist und sicher reichlich Ärger mit den Eltern. Kann man mal so machen.

Weil sie ihre Matratze mit einem Föhn aufwärmen wollte, hat eine Jugendliche ein Haus in Brand gesetzt. Bei dem Feuer am zweiten Weihnachtsfeiertag in Freudenburg (Rheinland-Pfalz) erlitten vier Bewohner Rauchgasvergiftungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Schaden belaufe sich auf weit über 200 000 Euro, und das Gebäude sei auf unbestimmte Zeit unbewohnbar.

Eine Heizdecke wäre die bessere Alternative gewesen

Den Ermittlungen zufolge war der Jugendlichen, als sie nachts nach Hause kam, so kalt, dass sie die fixe Idee hatte, ihre Matratze mit einem Föhn auf eine kuschelig-warme Temperatur zu bringen. "Dabei ist sie nur leider eingeschlafen", sagte der Sprecher. Den Föhn habe sie nicht ausgeschaltet. Und so geriet die Matratze in Brand. Vater und Tochter schreckten kurz darauf aus dem Schlaf. Sie brachten laut Sprecher die brennende Matratze auf den Balkon, kippten Wasser darüber und ließen sie dort - in der falschen Hoffnung, dass das Problem gelöst sei. Kaum waren sie jedoch zu Bett gegangen, fing die Matratze wieder zu brennen an. Schnell griff das Feuer auf die Fassade des vierstöckigen Gebäudes über und fraß sich zum Dachstuhl.

Ausgerechnet ein Feuerwehrmann, der gerade auf dem Weg nach Hause war, entdeckte den Brand und alarmierte prompt Bewohner und Einsatzkräfte. Rund 110 Feuerwehrleute löschten den Brand mehrere Stunden lang.

(ce/dpa)