dpa

Mission erfüllt: Gomez beendet Karriere nach Aufstieg des VfB Stuttgart

28.6.2020 22:36 Uhr

Wenn man ein Drehbuch für eine Karriere als Fußballer schreiben müsste, es müsste wohl aussehen wie die Vita von Mario Gomez. 2004 ging der Lauf beim VfB Stuttgart los, führte über den FC Bayern in die Serie A zum AC Florenz, von wo aus es in die türkische Süper Lig zu Besiktas Istanbul ging. Danach führte ihn der Weg zurück nach Deutschland zum VfL Wolfsburg und final wieder an den Punkt, wo alles begann - zum VfB Stuttgart. Und hier endet heute auch der Weg - erfolgreich mit dem Wiederauf der Schwaben in die Bundesliga.

"Ich bin dankbar für die Zeit beim VfB. Es war immer mein Traum, hier meine Karriere zu beenden. Dass es jetzt so gekommen ist, mit diesem grandiosen Erfolg dieses Jahr, ist umso schöner", sagte der 34-Jährige bei Sky. Trotz des 1:3 gegen den SV Darmstadt 98 hatten die Schwaben die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. "Ich hatte schon den einen oder anderen Moment heute mit etwas Pippi in den Augen. Wir haben verloren, das ist ein bisschen doof", sagte der Stürmer. "Aber am Ende des Tages sind wir aufgestiegen. Das war meine letzte Mission für den VfB, nachdem wir es letztes Jahr verkackt hatten. Es war mein großer Wunsch, damit zu gehen."

Eine beeindruckende Karriere geht zuende

Am 8. Mai 2004 hatte Gomez sein Bundesliga-Debüt für den VfB gegeben. Mit dem VfB wurde Gomez 2007 Meister und Deutschlands Fußballer des Jahres. Mit dem FC Bayern gewann er je zweimal die Meisterschale und den DFB-Pokal, 2013 sogar die Champions League. Er schoss 170 Tore in 328 Bundesliga-Spielen, wurde dazu Meister und Torschützenkönig mit Besiktas Istanbul in der Türkei. Ungekrönt blieb lediglich seine Zeit in der Nationalmannschaft. Ausgerechnet die erfolgreiche WM 2014 verpasste Gomez, weil er nicht rechtzeitig fit geworden war.

"Es war immer mein Anliegen als Spieler, den Leuten zu zeigen, dass es für mich im Fußball noch eine gewisse Romantik gibt. Für mich war die Romantik, hier, wo alles angefangen hat, aufzuhören", sagte Gomez.

(ce/dpa)

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