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Missbrauchsvorwürfe im kolumbianischen Fußball

7.3.2019 8:27 Uhr

Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs sowie der sexuellen Belästigung erschüttern derzeit den kolumbianischen Fußball. Zwei Verbandstrainer müssen sich Missbrauchs-Anschuldigungen stellen.

Die Missbrauchs-Anschuldigung bezieht sich auf einen Vorfall im Januar 2018. Der Coach, der dem Trainerteam der Juniorenauswahl angehört, bestreitet die Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Aus Angst vor dem Rauswurf geschwiegen

Zudem wird der frühere U17-Cheftrainer Didier Luna von einer ehemaligen Physiotherapeutin der sexuellen Belästigung beschuldigt. Laut der Physiotherapeutin habe Luna während eines Trainingslagers im Dezember 2017 versucht, die Spielerinnen zu küssen und ihren Po berührt. Die Spielerinnen hätten aus Angst vor dem Rauswurf aus der Mannschaft geschwiegen.

Die Physiotherapeutin gab zudem an, die Annäherungen Lunas zurückgewiesen zu haben. Das habe ihr berufliche Nachteile gebracht, die zu Depressionen geführt hätten. Luna bestreitet die Vorwürfe.

Starspieler fordern eine Untersuchung der Vorfälle

Der Weltverband FIFA und der südamerikanische Verband CONMEBOL haben in einer Erklärung sexuellen Missbrauch sowie sexuelle Belästigung scharf verurteilt. Zudem sicherten FIFA und CONMEBOL dem kolumbianischen Verband FCF ihre Unterstützung in den Fällen vor.

Kolumbiens Starspieler James (Bayern München) und Radamel Falcao haben ihre Solidarität mit den Junioren-Spielerinnen zum Ausdruck gebracht. Beide forderten eine Untersuchung der Vorfälle.

(sis/afp)