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Mindestlöhne auf dem Bau werden ab April 2020 erhöht

19.12.2019 15:50 Uhr

Mit der Vermittlung des Bundessozialgerichtspräsidenten Rainer Schlegel haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft im Streit um höhere Mindestlöhne geeinigt. Wie die IG Bau mitteilte, werden die Mindestlöhne ab April 2020 angehoben.

Beide Tarifparteien müssen den Schlichterspruch noch annehmen.Der Mindestlohn für Hilfsarbeiten auf dem Bau soll laut Schlichterspruch bundesweit um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde steigen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Der Mindestlohn für Facharbeiten, den es nur in Westdeutschland und Berlin gibt, soll um 20 Cent angehoben werden - auf 15,40 Euro im Westen und auf 15,25 Euro in Berlin. Die neuen Mindestlöhne sollen eine Laufzeit bis Ende 2020 haben.

"Fairer Kompromiss für die Branche"

Nach Angaben der IG Bau würden mehr als 200.000 Bauarbeiter von den höheren Mindestlöhnen profitieren. Insgesamt gibt es rund 820.000 Bau-Beschäftigte.Gewerkschaftschef Robert Feiger forderte die Arbeitgeber auf, den Schlichterspruch als "fairen Kompromiss für die Branche" zu akzeptieren und ihm innerhalb der Erklärungsfrist bis zum 17. Januar 2020 zuzustimmen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) seien nun am Zug, für Einigkeit in ihren Verbänden zu sorgen und damit das Klima der Branche nicht länger zu belasten.

Schlichten unter Zeitdruck

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau), der HDB und der ZDB hatten sich Ende Oktober auch in der dritten Verhandlungsrunde nicht einigen können. Die Gewerkschaft rief daher den Schlichter an. Die Zeit drängte: Die Allgemeinverbindlichkeit der Baumindestlöhne endet am 31. Dezember. Die Arbeitgeber wollten laut Gewerkschaft einen bundesweit einheitlichen Mindestlohn auf dem Bau; 12,40 Euro seien "im Gespräch" gewesen. Das wollte die Gewerkschaft nicht hinnehmen.

(be/afp)

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