dpa

Mindestens sechs Tote nach Selbstmordanschlag in Kabul

11.2.2020 9:11 Uhr

Unweit einer großen Militärakademie in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei einem Selbstmordattentat mindestens vier Soldaten und zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Mindestens 12 Personen seien verletzt worden, darunter fünf Zivilisten, wie der Sprecher des Innenministeriums Nasrat Rahimi am Dienstag mitteilte.

Rahimi zufolge hatte ein Selbstmordattentäter am frühen Morgen (Ortszeit) seine Sprengstoffweste in der Nähe der Marschall-Fahim-Akademie im Südwesten der Stadt gezündet. Lokale Medien berichteten, er habe dies an einer Bushaltestelle getan, die von Kadetten wie Zivilisten genutzt werde.

Das Gebiet sei von Sicherheitskräften weitgehend abgesperrt worden, hieß es weiter. Fernsehbilder zeigten Rettungswagen, die im dichten Schneetreiben zum Anschlagsort unterwegs waren. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff. Es war der erste größere Anschlag in Kabul seit Ende November. Im Vorjahr waren bei größeren Anschlägen in der Hauptstadt mehr als 250 Menschen getötet und mehr als 1100 verletzt worden.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.