dpa

Mindestens fünf Verletzte nach Messerangriff bei jüdischer Chanukka-Feier

29.12.2019 9:31 Uhr

Ein Mann stürmte am Samstagabend das Haus eines Rabbis in der Ortschaft Monsey (US-Bundesstaat New York) während einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka und verletzte mit einem Messer mindestens fünf Festgäste, wie die "New York Times" unter Berufung auf Behördenvertreter berichtet.

Anschließend habe der mutmaßliche Täter mit einem Fahrzeug die Flucht ergriffen. Gegen Mitternacht sei er aber gefasst worden. Die örtliche Polizei sprach auf Twitter von einem "schrecklichen Verbrechen" und war nach eigenen Angaben mit mehreren Einheiten im Einsatz.

Die Justizministerin des Bundesstaats, Letitia James, zeigte sich "zutiefst verstört" ob des Vorfalls in Monsey und sicherte der jüdischen Gemeinschaft ihre Solidarität zu. Die Anti-Terror-Ermittler der New Yorker Polizei hielten sich nach eigenen Angaben ebenfalls über das Geschehen auf dem Laufenden.

Anstieg antisemitischer Angriffe in New York

In New York - die Metropole liegt etwa 40 Kilometer südlich von Monsey - waren erst kürzlich die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden, nachdem es dort ein halbes Dutzend antisemitisch motivierte Angriffe während der Chanukka-Feierlichkeiten gegeben hatte. Mit dem mehrtägigen Lichterfest gedenken Juden jedes Jahr der Neuweihe des Tempels in Jerusalem im Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung.

In New York lebt mit mehreren Hunderttausend Menschen eine der größten jüdischen Gemeinschaften der Welt. Ein Großteil der sogenannten Hassverbrechen in der Stadt wird Tätern mit antisemitischen Motiven zugeschrieben. Bei einer Attacke auf einen jüdischen Laden vor wenigen Wochen nahe New York waren neben den beiden Angreifern drei Zivilisten und ein Polizist getötet worden.

(be/dpa)

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