dpa

Mindestens acht Tote bei Erdbeben-Serie

27.7.2019 21:29 Uhr

Am Samstag haben drei schwere Erdbeben in Serie den äußersten Norden der Philippinen erschüttert und mindestens acht Menschen getötet. Weitere 60 Menschen wurden verletzt, vor allem durch einstürzende Gebäude, wie der nationale Zivilschutz mitteilte.

Die meisten Opfer gab es demnach während des ersten Bebens der Stärke 5,4, das sich um 4.16 Uhr Ortszeit (22.16 Uhr MESZ) nahe der Inselstadt Itbayat in der Provinz Batanes knapp 700 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila ereignete, wie Behörden mitteilten.

Starkes Nachbeben der Stärke 5,9

Mehr als drei Stunden später habe es 21 Kilometer nördlich von Itbayat ein starkes Nachbeben der Stärke 5,9 gegeben, teilte das Seismologische Institut Phivolcs mit. Das dritte Erdbeben der Stärke 5,8 folgte dann mehr als fünf Stunden nach dem ersten auf der nahe gelegenen Insel Batan und erfasste Basco, die Hauptstadt der Provinz Batanes. Das Ausmaß der Schäden war zunächst nicht bekannt. Der philippinische Staatspräsident Rodrigo Duterte ordnete laut einem Sprecher die Behörden an, alle nötigen Hilfsmaßnahmen zu ergreifen.

Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring, an dem sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. Bei dem letzten schwereren Beben in dem Land mit einer Stärke von 7,1 waren im Oktober 2013 mehr als 220 Menschen getötet worden.

"Alle schrien"

Einwohner berichteten, es sei das erste Mal gewesen, dass sie ein solch schweres Erdbeben erlebt hätten. Obet Garcia Nico wollte mit zwei Touristen an der bekannten Klippe Rapang Cliff nahe Itbayat auf den Sonnenaufgang warten, als die Erde erstmals zu zittern begann. "Wir konnten nicht aufstehen, wir mussten sitzen bleiben, bis das Erdbeben aufhörte", erzählte er dem Radiosender DZMM. Ellian Castillo-Ponce, eine Lehrerin in Itbayat, berichtete, sie und ihre Familie seien von dem ersten Erdbeben aus dem Schlaf gerissen worden. "Alle schrien", schilderte sie die Momente der Panik.

Das Beben in Itbayat beschädigte auch Bauwerke, darunter eine 131 Jahre alte Kirche, hieß es weiter. Die meisten der fast 3000 Einwohnern wurden aus Schutz vor weiteren Nachbeben auf einen öffentlichen Platz gebracht. Zur Sicherheit wurde die Stromversorgung abgeschaltet. "Am sichersten ist es für alle, außerhalb der Häuser zu sein", sagte Roldan Esdicul, Leiter des Zivilschutzes der Provinz.

(gi/dpa)

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