Symbolbild: epa/Hugh Kinsella Cunningham

Miliz tötet elf Menschen in Ost-Kongo

17.12.2019 10:41 Uhr

Erneut sind im Osten des Kongos elf Menschen ermordet worden. Beobachter gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um dieselbe Miliz handelt, die schon kurz davor für einen Angriff verantwortlich war.

Nach einem brutalen Rebellen-Angriff im Ost-Kongo am Wochenende hat vermutlich dieselbe Miliz erneut mindestens elf Menschen getötet. Kämpfer hätten das Dorf Kamango nahe der Grenze zu Uganda in der Nacht zum Montag angegriffen, teilte die örtliche Menschenrechtsorganisation CEPADHO mit. Demnach wurden auch sechs Menschen verletzt. Die Organisation machte erneut die radikal-islamische ADF für die Attacke verantwortlich. Demnach hatte dieselbe Miliz erst am Wochenende bei einem Angriff auf das Dorf Ndombi mindestens 22 Menschen getötet.

Ebola wütet im Land

Die von einer Ebola-Epidemie geplagte Region ist seit Jahren instabil. Etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv, den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze. Ende Oktober starteten die Streitkräfte eine Militäroperation gegen die Milizen in der Region. Seitdem hat die ADF nach Angaben von CEPADHO mehr als 200 Zivilisten getötet. Jüngst kam es zu teilweise gewalttätigen Protesten in mehreren Orten wegen der andauernden Unsicherheit, dabei wurde auch ein UN-Stützpunkt angegriffen.

Zudem wütet im Ost-Kongo seit mehr als einem Jahr ein Ausbruch der gefährlichen Krankheit Ebola. Die Seuche ist vor allem wegen der instabilen Situation schwer in den Griff zu bekommen. Nach Angaben der kongolesischen Behörden haben sich bislang fast 3350 Menschen infiziert und mehr als 2200 Menschen sind gestorben.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.