epa/Amel Pain

Militär tötet friedliche Demonstranten

3.6.2019 13:18 Uhr

Mit Gewalt ist das sudanesische Militär gegen Demonstranten vorgegangen, das berichten Mediziner und die Opposition. Dabei seien zwei friedliche Demonstranten erschossen worden, twitterte ein sudanesischer Ärzteverband am Montagmorgen.

Die Streitkräften versuchten, mit Gewalt die seit Wochen andauernde Sitzblockade im Zentrum Khartums aufzulösen, teilte das Gewerkschaftsbündnis SPA, die Organisatoren der anhaltenden Massenproteste im Sudan, auf Twitter mit. Der britische Botschafter im Sudan, Irfan Siddiq, twitterte, man sei "extrem besorgt" über die Schüsse, die zu hören seien.

Opposition provozierte nicht die Soldaten

Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira berichtete, die Opposition habe zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Laut Opposition verliefen die Sitzstreiks friedlich. Sie hätten die Soldaten nicht provoziert.

Im April war Sudans Präsident Omar al-Baschir nach drei Jahrzehnten an der Macht von den Streitkräften gestürzt worden. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste vorausgegangen. Seitdem ringen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Verhandlungen sind jüngst zusammengebrochen. Die Sitzblockade, die maßgeblich zum Sturz Al-Baschirs beigetragen hatte, wurde auch nach dem Putsch fortgeführt.

(an/dpa)

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