Symbolbild: epa/Jose Jacome

Militär geht gegen illegalen Bergbau vor

2.7.2019 19:51 Uhr

Im Norden Ecuador hat die Regierung den Ausnahmezustand verhängt und zahlreiche Sicherheitskräfte in die Region verlegt. Grund ist das verstärkte Vorgehen gegen illegalen Bergbau.

IAm Dienstag rückten 1200 Soldaten, 1200 Polizisten und 20 Staatsanwälte in die Gemeinde La Merced de Buenos Aires in der Provinz Imbabura ein, wie das Innenministerium mitteilte.

Illegaler Bergbau ist eine vielschichtige Bedrohung

"Der illegale Bergbau ist eine vielschichtige Bedrohung: Er hat negative Folgen für die Sicherheit der Menschen in der Region und schadet auch der Umwelt", sagte Innenministerin María Paula Romo bei einer Pressekonferenz. Die Einsatzkräfte sollen die kriminellen Banden nun zerschlagen und die öffentliche Ordnung wieder herstellen.

Rund 10 000 Menschen schürfen nach Angaben der Regierung in der Region nach Gold. Rund um die illegalen Minen ist demnach ein kriminelles Netzwerk entstanden, in dem eine Reihe von Verbrechen verübt wird wie Mord, Zwangsprostitution, Menschenhandel, Geldwäsche und Schmuggel. "Es gibt Tote bei Schießereien, Messerstechereien und Erdrutschen", hieß es in dem Dekret über den Ausnahmezustand.

(an/dpa)