afp

Mikros aus bei rassistischen Gesängen

3.12.2019 20:12 Uhr

Die Serie A in Italien wird immer wieder von rassistischen Fangesängen heimgesucht. Nun hat sich der Boss der Liga, Luigi De Siervo, in die Lösungsdiskussion eingemischt und meint, man solle einfach die Mikros abschalten, werden die rassistischen Schlachtrufe angestimmt. Ob das nun Probleme löst oder sie einfach nur mit "Schminke" überdeckt, kann sicherlich kontrovers diskutiert werden. Die vom Rassismus betroffenen Spieler werden sie so auf jeden Fall weiterhin hören müssen.

Der Geschäftsführer der Serie A ist in der Rassismus-Debatte im italienischen Fußball mit bedenklichen Äußerungen in die Kritik geraten. Luigi De Siervo sagte in einem von der Zeitung "La Repubblica" veröffentlichten Audio-Mitschnitt, man solle einfach die Mikrofone im Stadion abschalten, wenn Fans rassistische Gesänge anstimmen. Damit könne man vermeiden, dass diese im Fernsehen zu hören seien.

Laut "La Repubblica" wurden De Siervos Worte bei einem Treffen von Klubchefs der Serie A aufgenommen. De Siervo kündigte eine Klage wegen unerlaubter Veröffentlichung des Audio-Mitschnitts an. Niemand dürfe behaupten, dass er rassistische Vorfälle herunterspielen wolle. "Wir kämpfen gegen Rassismus und lassen und nicht einschüchtern", sagte De Siervo.

(ce/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.