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Mike Pompeo unterstützt Mesut Özil

17.12.2019 19:39 Uhr

Da hat sich prominenter und hochrangiger Beistand für Mesut Özil gefunden, der wegen seinen Äußerungen in der Uiguren-Frage unter Beschuss der Regierung von China steht. Der US-Außenminister Mike Pompeo hat eine Lanze für den ehemaligen deutschen Nationalspieler in Diensten vom FC Arsenal gebrochen. Die Wahrheit, so Pompeo, würde sich am Ende immer durchsetzen. Ganz gleich, wie sehr China auch den Klub boykottieren würde.

Der deutsche Ex-Fußballnationalspieler Mesut Özil hat im Streit um die Uiguren-Verfolgung in China die Unterstützung von US-Außenminister Mike Pompeo bekommen. Pompeo schrieb am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter, die chinesischen "Propaganda-Medien" könnten Özil und die Spiele seines Vereins FC Arsenal die gesamte Saison über mit Zensur belegen. "Aber die Wahrheit wird sich durchsetzen." Die kommunistische Partei Chinas könne die "schweren Menschenrechtsverletzungen" gegen die Uiguren nicht verheimlichen.

Aussagen mit Folgen für den englischen Fußball

Özil hatte vergangene Woche die Verfolgung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang kritisiert und das Schweigen muslimischer Staaten angeprangert. Chinesische Medien kritisierten den türkischstämmigen Fußballer daraufhin scharf.

Der chinesische Staatssender CCTV nahm in der Folge die Live-Übertragung eines Spiels zwischen dem FC Arsenal und Manchester City aus dem Programm. Die Auseinandersetzung könnte für den FC Arsenal und die Premier League Auswirkungen im lukrativen chinesischen Markt haben. Am Montag warf die chinesische Regierung Özil vor, er habe sich "von Fake News täuschen" lassen.

Experten stehen kollektiv hinter Özil

Experten werfen China massive Menschenrechtsverletzungen an der muslimischen Minderheit der Uiguren vor. Mehr als eine Million Uiguren und andere Muslime befinden sich Menschenrechtsaktivisten zufolge in Umerziehungslagern, wo sie demnach willkürlich festgehalten und teils misshandelt werden. Nachdem die Regierung in Peking die Existenz der Lager zunächst bestritten hatte, spricht sie heute von "Berufsbildungszentren" zur Deradikalisierung.

Özil war im vergangenen Jahr in Deutschland in die Kritik geraten, weil er sich vor einer Wahl in der Türkei demonstrativ an der Seite des islamisch-konservativen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gezeigt hatte, dem seinerseits Menschenrechtsverletzungen und die Missachtung des Rechtsstaates vorgeworfen werden. Der Streit führte schließlich mit zu Özils Rücktritt aus der deutschen Fußballnationalmannschaft.

(ce/afp)

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