Symbolbild: imago/ZUMA Press

Migrantentreck auf dem Weg nach Mitteleuropa

5.4.2019 12:26 Uhr

Nahe der griechischen Hafenstadt Thessaloniki haben erneut hunderte Migranten versucht eine Polizeisperre vor einem Flüchtlingslager zu durchbrechen. Ihr Ziel ist es, Richtung Norden zu marschieren.

Dabei kam es zu Rangeleien mit der Bereitschaftspolizei, wie das griechische Fernsehen am Freitag berichtete. Die Polizei kritisierte, dass die Migranten Frauen und Kinder als eine Art Vorhut einsetzten, um die Absperrung der Polizisten zu überwinden, berichteten Reporter vor Ort.

Bereits am Vortag hatten rund 500 Migranten versucht, die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Einige schleuderten Steine auf die Beamten. Die Bereitschaftspolizei setzte Pfefferspray ein.

UNHCR warnt davor Gerüchten zu glauben

Die Idee vom Marsch gen Norden soll durch das Internet verbreitet worden sein. Demnach soll die Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien für Migranten aufgemacht werden, wenn sich Migranten massenweise dorthin begeben. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte die Migranten davor, solchen Gerüchten zu glauben.

Während des Höhepunkts der Migrationskrise war entlang der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien ein Grenzzaun gebaut worden. Dieser steht noch und wird überwacht. Damit ist die sogenannte Balkanroute nach Mitteleuropa weitgehend geschlossen worden. Sie führt von Griechenland über Mazedonien, Serbien und Ungarn nach Mitteleuropa.

(an/dpa)