Symbolbild: epa/Miguel Sierra

Migrantenkinder sollen länger in Gewahrsam

22.8.2019 8:36 Uhr

Familien, die illegal über die amerikanische Grenze gelangt sind, sollen künftig für die gesamte Dauer ihres Asyl- oder Einwanderungsverfahrens in Gewahrsam halten. Bislang konnten Kinder maximal 20 Tage lang festgehalten werden.

Die Regelung solle auch als Abschreckung dienen, um den Zustrom von Migranten an der Südgrenze zu Mexiko zu bremsen, erklärte der amtierende Heimatschutzminister Kevin McAleenan am Mittwoch. "Der Anreiz, die Grenze illegal mit einem verletzlichen Kind zu überqueren, muss ein Ende haben", sagte er.

Regelung soll in zwei Monaten in Kraft treten

Die Regelung soll nach Angaben des Ministeriums in zwei Monaten in Kraft treten. Es wurden jedoch Klagen dagegen erwartet.

Bislang konnten Erwachsene schon unbegrenzt festgehalten werden. Dass Kinder infolge einer gerichtlichen Vereinbarung spätestens nach 20 Tagen freigelassen werden mussten, stößt der US-Regierung seit Langem übel auf. McAleenan sagte, die Behörden hätten keinerlei "Anreiz", Familien lange in Gewahrsam zu halten. Im Schnitt könnten die Verfahren in knapp zwei Monaten abgewickelt werden, sagte er. Die neue Regelung ermögliche es, alle Kinder im Gewahrsam der US-Behörden "würdevoll" und "respektvoll" zu behandeln, sagte der Minister.

(an/dpa)

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