Symbolbild: imago/ZUMA Press

Migranten aufgegriffen

3.5.2019 15:12 Uhr

Wenige Seemeilen vor der Ostküste Zyperns hat die Küstenwache zehn Migranten aufgegriffen, darunter vier Kinder. Die Menschen, nach eigenen Angaben Syrer, gaben an, von der libanesischen Küste aus gestartet zu sein, wie der staatliche Rundfunk (RIK) unter Berufung auf die Polizei am Freitag berichtete.

Die Migranten sagten der Polizei, sie hätten insgesamt 5.000 Euro an Schleuser für die Überfahrt gezahlt, hieß es. Von den Schleusern fehlte jedoch jede Spur. Die zehn Menschen wurden in der Nacht zu Freitag aufgegriffen.

Täglich werden Migranten entdeckt

Die zyprischen Behörden entdecken zurzeit fast täglich Migranten, die aus Syrien, der Türkei oder dem Libanon nach Zypern übersetzen. Die libanesische Küste liegt von Zypern rund 170 Kilometer entfernt, die türkische nur etwa 70 Kilometer.

Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades hat bereits Hilfe von der EU gefordert. In der EU-Inselrepublik Zypern mit gut einer Million Einwohnern leben neben Zehntausenden legalen Ausländern auch rund 10.000 Migranten und Flüchtlinge, deren Status nicht geklärt ist. Das Aufnahmelager in Kokkinotrimithia westlich der Hauptstadt Nikosia ist zyprischen Medien zufolge überfüllt.

(an/dpa)