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Mexikos Präsident: Verurteilung "El Chapos" eine Lehre für Kriminelle

13.2.2019 18:43 Uhr

Gestern wurde Drogenboss "El Chapo" Guzman in New York verurteilt. Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador begrüßt das Urteil. Es werde Kriminellen eine Lehre sein.

Die Lektion sei, dass wahre Freude nicht von Geld, Luxus und Berühmtheit komme, sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Die beste Strategie gegen Drogenkriminalität und damit verbundene Gewalt sei, eine Alternative für junge Menschen zu schaffen, so der Linkspolitiker.

Die Jury hatte den früheren Chef des Sinaloa-Kartells am Dienstag nach einem Prozess über fast drei Monate schuldig gesprochen. Der 61-Jährige muss damit wohl für den Rest seines Lebens ins Gefängnis.

Lopez Obrador will Anschuldigungen früherer Präsidenten nicht nachgehen

Im Prozess wurden auch Vorwürfe gegen ehemalige mexikanische Präsidenten und Funktionäre erhoben, von "El Chapo" Bestechungsgelder angenommen zu haben. Lopez Obrador will den Anschuldigungen aber nicht nachgehen. Der beste Ansatz sei, die Verbrechen der Zukunft zu verhindern, so der 65-Jährige.

Das lateinamerikanische Land wird seit Jahren von einer Gewaltwelle heimgesucht. Innerhalb der vergangenen zwölf Jahren wurden in Mexiko rund 200 000 Menschen umgebracht - oft im Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität. Zudem gelten derzeit rund 40 000 Menschen als vermisst. Das Sinaloa-Kartell behält auch nach der Festnahme von "El Chapo" eine mächtige Stellung - Konkurrenz bekommt es jedoch durch mehrere kleine Organisationen, was zu blutigen Auseinandersetzungen führt.

(be/dpa)

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