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Mexikos Präsident Lopez Obrador: 19 Entführte aus dem Bus waren Migranten

13.3.2019 9:13 Uhr

Bei der Entführung letzte Woche sollen 19 Migranten entführt worden sein - deren Namen anscheinend auf einer Liste der Entführer standen. Dies bestätigte nun Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador.

"Ich kann bestätigen, dass es Migranten waren", sagte der Staatschef am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Angaben zur Nationalität der Entführten machte er nicht. Der Bus war nach Behördenangaben in der vergangenen Woche im von Gewalt geprägten Bundesstaat Tamaulipas im Norden Mexikos unterwegs, als vier Fahrzeuge den Weg blockierten. Bewaffnete Männer stürmten daraufhin den Bus und entführten 19 Passagiere, deren Namen sie auf einer Liste hatten. Ermittlungskreisen zufolge könnte die Zahl der Entführten auch bis zu 25 betragen.

Bus auf dem Weg zu mexikanischer Grenzstadt

Der Bus war auf dem Weg von Tampico nach Reynosa, einer Stadt an der Grenze zu den USA. López Obrador sagte, die Ermittler gingen auch der Möglichkeit nach, dass die Männer ihre eigene Entführung inszeniert haben könnten, um auf eigene Faust in die USA zu gelangen. Es habe bereits ähnliche Fälle gegeben. Mexikos Nationale Menschenrechtskommission warnte dagegen, die Männer könnten in Lebensgefahr sein. In Tamaulipas herrscht ein Drogenkrieg zwischen den Kartellen Zetas und Gulf. Die Entführung ereignete sich nahe der Stadt San Fernando, wo 2010 bereits 72 Migranten von den Zetas entführt und ermordet worden waren. Nach Behördenangaben wollte das Kartell die Migranten gewaltsam rekrutieren. Als sie sich weigerten, seien sie getötet worden.

(be/afp)