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Mexikos Medienoffensive: Präsident lädt jeden Morgen zur Pressekonferenz

3.12.2018 21:00 Uhr

Mexikos neuer Präsident ist ein echter Frühaufsteher - und erwartet dies auch von den Medien. Am ersten Werktag seiner Präsidentschaft erwartete er die Presse um sieben Uhr morgens.

Und Andrés Manuel López Obrador kündigte an, dies zu einem täglichen Ritual machen zu wollen. "Die Medien sind Instrumente, um die Bevölkerung zu informieren", sagte er am Montag. "Wir stehen zur Verfügung, Ihre Fragen zu beantworten - es gibt dabei keine Grenzen, keine Zensur", sagte er den anwesenden Journalisten.Mit seiner Medienoffensive brach der Linkspolitiker López Obrador demonstrativ mit der Politik seines Vorgängers Enrique Peña Nieto. Dieser hatte sich jahrelang nicht mehr den Fragen der Presse gestellt.Die morgendliche Pressekonferenz war für den neuen Staatschef nicht der erste Termin am Montag. Um 06.00 Uhr (Ortszeit) hatte er sich bereits mit seinen Beratern getroffen. Auch dies soll künftig jeden Tag so sein.López Obrador hatte nach seiner Vereidigung am Samstag einen politischen Neubeginn für das von Korruption und Gewalt geprägte Land angekündigt und eine "tiefgreifende und radikale" Wende versprochen. Kurz nach dem Amtseid kündigte er bereits an, sein Präsidentenflugzeug zu verkaufen.

(be/afp)