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Mexiko verschärft Grenzkontrollen

8.6.2019 9:37 Uhr

Am Montag sollten die Strafzölle der USA gegen Mexiko in Kraft treten. Um diese doch noch abzuwenden, hat sich Mexiko zu einer Verschärfung der Grenzkontrollen bereit erklärt. Damit scheinen die Zölle vorerst vom Tisch zu sein.

Ab Montag werde die Nationalgarde an die Grenze zu Guatemala verlegt, um die illegale Migration von Mittelamerikanern in die USA zu verhindern, sagte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard am Freitag.

Zudem werde Mexiko härter gegen Schlepperbanden vorgehen und weniger humanitäre Visa vergeben. Die USA können ihrerseits Mittelamerikaner auf der gesamten Länge der Grenze nach Mexiko zurückschicken, wo sie auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge warten müssen. Bislang war dies nur in einigen Städten möglich.

Massive Auswanderung Richtung USA stoppen

Ebrard sagte, die USA würden außerdem den mexikanischen Plan für nachhaltige Entwicklung in der Region unterstützen. Demnach soll künftig mehr in Bildung, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung in Guatemala, Honduras und El Salvador investiert werden, um die massive Auswanderung Richtung USA zu stoppen.

Mit der Einigung am Freitagabend (Ortszeit) hatten die Unterhändler die Sonderabgaben auf alle Wareneinfuhren aus Mexiko in die USA im letzten Moment verhindert. US-Präsident Donald Trump hatte gedroht, ab Montag alle Importe mit Strafzöllen zu belegen, sollte Mexiko nicht entschlossener gegen die illegale Migration aus Mittelamerika in die USA vorgehen.

(be/dpa)