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Mexiko: Mindestens 66 Tote und Dutzende Verletzte bei Ölpipeline-Brand

19.1.2019 7:49 Uhr

Bei dem Brand einer Ölpipeline im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo sind mindestens 66 Menschen gestorben und 71 wurden verletzt, als sie versuchten, aus dem Leck Benzin abzuzapfen.

"Mir wurde gesagt, dass 20 verbrannt sind", sagte der Gouverneur des Bundesstaates Hidalgo, Omar Fayad, dem lokalen Fernsehsender Foro TV. Die Verletzten, die Verbrennungen erlitten hätten, würden in Krankenhäusern behandelt. Feuerwehrleute und Rettungsdienste des staatlichen Ölkonzerns Pemex eilten zum Unglücksort, um den Opfern zu helfen, wie der Gouverneur weiter sagte. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief "die ganze Regierung auf, den Leuten vor Ort zu Hilfe zu kommen". Er bedaure die "ernsthafte Situation" in dem Ort Tlahuelilpan sehr, erklärte der Präsident im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Leute versuchten illegal Benzin anzuzapfen

Die Nachricht von dem Pipeline-Leck hatte sich wenige Stunden vor dem Brand schnell verbreitet. Dutzende Menschen versuchten, sich illegal mit Treibstoff zu versorgen. Die Behörden hätten von dem illegalen Leck bereits gewusst, sagte Fayad. Mexikos Präsident hatte erst kürzlich dem Treibstoffdiebstahl den Kampf angesagt. Durch das illegale Anzapfen von Ölpipelines gingen dem Staat in den vergangenen beiden Jahren nach offiziellen Angaben rund 3 Milliarden Dollar verloren. Mehrere Pipelines wurden von der Regierung geschlossen, die das Treiben krimineller Banden stoppen will. Die neue Strategie des Präsidenten hat in den vergangenen Tagen in einigen mexikanischen Bundesstaaten zu Benzin- und Dieselknappheit geführt. In vielen Landesteilen, darunter auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt, müssen die Menschen stunden- oder sogar tagelang Schlange stehen, um ihre Autos aufzutanken.

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</h3>(be/afp)