Symbolbild: imago/ZUMA Press

Mexiko - Knapp 70 Leichen in verborgenen Gräbern gefunden

13.2.2019 10:37 Uhr

In Tecoman, einer der mexikanischen Hochburgen des Drogenhandels, wurden von den hiesigen Behörden gestern insgesamt 69 Leichen in mehreren verborgenen Gräbern entdeckt. Derzeit läuft die Identifizierung der Opfer, so die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Colima auf Twitter.

Laut lokaler Medien wurden die Toten in rund 50 Gräbern gefunden. Die Suche nach weiteren Toten dauert laut Staatsanwaltschaft an. Die bisherigen Gräber seien nach und nach seit Anfang Februar gefunden worden.

Der kleine Bundesstaat an der Pazifikküste leidet seit Jahren unter einer wachsenden Gewaltwelle. Im vergangenen Jahr verzeichnete Colima die höchste Tötungsdelikte-Rate des Landes mit rund 87,5 Toten auf 100.000 Einwohner.

40.000 Vermisste

Tecoman, das rund 65 Kilometer von der Hafenstadt Manzanillo entfernt liegt, ist ein strategischer Umschlagplatz für den Drogenhandel. Dort werden chemische Ausgangsstoffe aus Asien zur Herstellung synthetischer Drogen nach Mexiko gebracht. Im Kampf um Schmuggelrouten kommt es in der Region häufig zu brutalen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Drogen-Kartellen.

Der lateinamerikanische Staat hat ein von Gewalt geprägtes Jahr hinter sich. 2018 wurden in Mexiko laut offiziellen Angaben rund 33.300 Menschen umgebracht - 15,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem gelten rund 40.000 Menschen als vermisst.

(sis/dpa)